Erfolge beim Jugend forscht Wettbewerb

Beim diesjährigen Jugend forscht Wettbewerb in Celle haben fünf Waldschüler mit drei Projekten teilgenommen. Da die von mir geleitete Arbeitsgemeinschaft in diesem Schuljahr neu gegründet wurde, war dies das erste Mal. Deshalb war die Freude über die zwei 2.Plätze auch besonders groß.

 

 

 

 

 „Habt ihr eine Idee was ihr entwickeln oder erforschen könntet?“ Mit dieser Frage startete die neu eingerichtete Jugend forscht AG der Waldschule Hagen-Beverstedt. Die Ideen kamen schnell, da sich die Schüler schon Gedanken gemacht hatten. Und die Ideen waren gut! „Wir möchten eine Tasse entwickeln, die Kaffee oder Tee ganz schnell auf Trinktemperatur bringt und dann diese Temperatur hält, damit man immer angenehm trinken kann“, sagte das Team von Gina Rust, Marina Braun und Jonathan Effe. Um angenehmes Fühlen geht es auch bei Tjorge Meyer: „Ich möchte eine Weste entwickeln, die heizen kann, damit ich morgens auf dem Fahrrad nicht so frieren muss.“

 

Etwas abstrakter geht es bei Simeon Lipps zu. Er entwickelte eine Anlage, die unerlaubtes Fotografieren bei Ausstellungen oder Präsentationen vereiteln soll. „Ich möchte eine Gegenblitzanlage bauen“, sagt er. „Die gemachten Fotos sind dann überstrahlt und nicht zu gebrauchen.“ Danach ging es darum, die Ideen in die Tat umzusetzen. Das war nicht einfach. Mit welchem Bauteil kann man heizen und kühlen? Wie misst man elektronisch Temperaturen und wie die Helligkeit von Licht? Der Anfang war schwer. In der AG gab es Unterstützung und Tipps. Zuhause wurde recherchiert und nachgelesen. Auf einmal musste man programmieren lernen und die Inhalte des Physikunterrichts praktisch anwenden. Auch ein Bericht musste nach Weihnachten geschrieben werden. Kurz vor dem Wettbewerb war dann alles fertig. Auf den letzten Drücker funktionierte auch das letzte Projekt. Der Wettbewerb konnte kommen! Am Dienstag, dem 14.2. fuhren die Schüler mit mir zum Jugend forscht Wettbewerb nach Celle. Mit im Gepäck hatten sie ihre fertigen Projekte, die Plakate und die Dekoration für ihre Präsentationen. Alle waren natürlich aufgeregt. Das wurde auch nicht besser als die „Alte Exerzierhalle“ das Gebäude des Wettbewerbs in Sicht kam. Vormittags wurden die Stände aufgebaut und am Nachmittag kamen die Juries für die einzelnen Fachgebiete. Für jedes Projekt nahmen sie sich viel Zeit. In ausführlichen Gesprächen unterhielten sie sich mit den Schülern über deren Projekte, stellten freundlich Fragen und gaben auch Tipps bei ungelösten Problemen. Die Spannung war danach nicht kleiner. Die Entscheidung der Jury wurde erst einen Tag später bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Bis dahin gab es noch viel Programm. Abends konnte man kegeln und übernachtet wurde in der Jugendherberge. Am nächsten Morgen wurde die Ausstellung von Schulklassen besucht. Spätestens jetzt haben alle ihre Scheu vom Vortragen verloren. Endlich war es soweit: die Preise wurden vergeben. Es wurde jede Arbeit erwähnt und ein Teilnahmegeschenk hatte auch schon jeder bekommen. Doch zwei der drei Arbeiten aus der Waldschule durften aufs Siegertreppchen: Die Thermotasse bekam den zweiten Platz in der Kategorie Arbeitswelt und die Gegenblitzanlage den zweiten Preis in der Kategorie Technik - Ein super Ergebnis! Es ist eher selten, dass eine Gruppe, die das erste mal bei diesem Wettbewerb mitmacht auch gleich einen Preis bekommt. Da können wir uns über zwei zweite Plätze wirklich freuen!

 

Die Gedanken waren bei der Heimfahrt schon auf den nächsten Wettbewerb gerichtet und über das Verbessern der jetzigen Arbeiten nachgedacht und eventuell auch schon ganz neue Ideen entwickelt. Die nächsten AG-Stunden werden es zeigen.

 

Burkhard Overbeck

 

Nachfolgend noch einige Impressionen von der Veranstaltung: