Erfolgreich am MIG-Spiel teilgenommen

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Zum fünften Mal in der Geschichte der Waldschule Hagen wandelten Schüler auf den Wegen von Philipp Schindler, Andrew Jassy oder Tim Cook und tauchten in die Welt des Managements ein.  Das Planspiel "Management Information Game" stand wieder an. Eine Woche lang konkurrierten drei  Schülergruppen als Vorstände einer Aktiengesellschaft um Absatzmärkte, Umsatzzahlen, Gewinne etc. und führten ihr Unternehmen durch acht harte Geschäftsjahre. Parallel dazu musste ein neuartiger Herd entwickelt und potentiellen Kunden vermittelt und entsprechendes Fachwissen durch Fachvorträge am  Vormittag aufgenommen werden. Organisiert wurde das Spiel von der Akademie Schule & Wirtschaft im Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und durchgeführt in den Räumlichkeiten von LIDL in Schwanewede.

 

 

Im ersten Teil des Planspiels, dem Teil der Unternehmensführung, vermittelten verschiedene Referenten Fachwissen zur BWL und VWL. So wurde Fachwissen zu Unternehmensstrategien, Marketing, Bilanzen, Rechnungswesen, Personalwesen Aktien u.v.m in kurzen Vorlesungen vermittelt und diente als Fundament für die anschließende Unternehmensführung. Nun waren die Vorstände gefragt, denn es wurde diskutiert, kalkuliert, beschlossen, verworfen, neu beschlossen usw. Schließlich operierte man mit drei Produkten auf vier Märkten mit zwei weiteren Konkurrenten! Am Ende mussten die Entscheidungen immer wieder auf neue Szenarien, Konkurrenten und globale Veränderungen angepasst werden, so dass neben der betriebswirtschaftlichen Kalkulation und Planung immer wieder Flexibilität, Durchhaltevermögen, Anpassungsfähigkeit und Antizipation gefragt war, denn die Kalkulationen und Entscheidungseinstellungen im Spiel beruhen auf über 170 Variablen und Einstellungsmöglichkeiten.

Die Ergebnisse waren beeindruckend und die Schüler (bzw. Vorstände) hinterließen nicht nur einmal staunende und begeisterte Gesichter bei Spielleiter, Lehrer und Gastgeber und konnten ihre individuellen Entscheidungen am Freitag, bei einer Investorenkonferenz, zudem überzeugend verteidigen.


Im zweiten Teil des Planspiels wurde die Kreativität und Innovationsfähigkeit gefordert. Ein revolutionärer Herd musste geboren werden. Die Gedanken waren frei und grenzenlos und so entstanden Systeme, welche die Energierückgewinnung oder die Lotus-Reinigungsfähigkeit oder die automatische Umrührfunktion  mit den Funktionen des smarten Herdes vereinten. Doch was bringt einer Firma ein innovatives Produkt, wenn es keiner kennt und keiner kauft? Die geschaffenen Konzepte mussten abschließend auf einer eleganten Abendveranstaltung einer hochkarätig besetzten Jury präsentiert und mit Vertriebs- und Marketingstrategien diesen potentiellen Käufern vermittelt werden. Neben der eigentlichen Präsentation und den Erfahrungen winkte auch ein fetter Zusatzauftrag für das eigene Unternehmen und so wurde um jeden Käufer innerhalb der zehnminütigen Präsentation und der anschließenden zehnminütigen Fragerunde argumentativ und verhandelnd gekämpft.

Die Präsentationen der drei Teams spiegelten nicht Schüler in Rollen wieder, sondern wurden von den Gästen als professionell und als von echten Persönlichkeiten durchgeführt Darbietungen gewürdigt.  


Die MIG-Woche ist immer eine extrem harte und lange Woche. Die Kernarbeitszeit der Vorstände (Schüler) ist Montag – Mittwoch von 08.00 - 18.00 Uhr, Donnerstag von 08.00 – 21.30 Uhr und Freitag von 08.00 – 14.00 Uhr. Neben diesen Zeiten kommt es nicht selten vor, dass die Schüler zuhause (teilweise bis in spät abends) zusätzlich arbeiten, schließlich gibt es ja Abgabefristen. Obgleich es für die teilnehmenden Schüler lange und intensive Arbeitstage waren, war die Resonanz von allen Seiten äußerst positiv. Spielleiter, Juroren und Gastgeber LIDL waren von den Leistungen und Präsentationen beeindruckt, was auch auf mich zutrifft. Danke für eine harte aber phantastische Woche mit tollen Referenten, einem tollem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, tollem Spielleiter, einem Gastgeber der Oberklasse und Schülern, welche echte Persönlichkeiten und wahre Manager sind.

 

Sven Becker